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  1. Das Fest // Antipop Consortium 

    30 stunden münchen. letzte aufnahmen für das album mit misanthrop. jetzt noch die letzten samples / cutups schneiden und schicken. es wird definitiv eine 7inch geben: 2 songs darauf, der rest beiliegend auf cd. ende des jahres, wenn alles gutgeht, ist es soweit. weitermünchen: omega mit der s-bahn aufgabeln, zum feierwerk. soundcheck - essen - bier - bald ist es dunkel genug, um zwischen kunstrasen und plastikpalmen die das feierwerk umgebenden industrieneubauten zu vergessen. guten willen zu sehen ist manchmal echt deprimierend. vor allem, wenn er am rechten platz zu finden ist. 

    schmeiß’ deinen fernseher aus dem fenster und fühl dich wie ein rockstar

    der fest auftritt verschiebt sich etwas. in der verhalten chaotischen menge verpasse ich den ersten song, komme etwas zu spät in die erfeulich gut gefüllt halle. die beats klingen satt, misanthrop und omega takeshi haben ihr setup, etwas eingequetscht von den maschinen des apc, die vorübergehend an die rückwand der bühne geschoben worden waren, mittig auf der bühne platziert und somit kaum platz, sich davor zu bewegen. das nimmt dem auftritt zwar die bewegung, hat aber grade während der songs, die sie hinter ihren tischen performen, den ausdruck von energie und konzentration, der ihr set an diesem abend ausmacht. die neuen songs gehen durchwegs nach vorne, boombap 2010. “über zeit” scheint der hit des abends zu sein, grade ob seines mitreißenden arrangements und der bühnenpräsenz der beiden rapper. schöne breaks, präzise cuts und zurück zum chorus; szenenapplaus. auch den “paragleiter” gibts mal wieder zu hören, “zementgarten” ist schon vom komaflash album bekannt und klingt auf den großen boxen der kranenhalle mächtig nach, als die beiden die bühne verlassen. wirklich ein tolles live debut für das fest, das hier die chance bekam, vor verhältnismäßig großem publikum zu spielen, das durchwegs positiv überrascht schien.

    das sind keine augenringe, das ist kriegsbemalung

    pisspause, neues bier und auch beim antipop consortium einzwei songs verpasst. die vier im bekannten bühnen-aufbau, an vier tischen, die einander im quadrat gegenüber stehen, rap songs unterbrochen von instrumental impro. es ist die letzte show der tour, wie es vom euphorischen (“thank you for keeping us relevant!”) sayyid heißt. die vier feiern ihre songs ab, scheinen dabei aber auch genug vom tourleben zu haben. beans, dessen tisch schräg aus dem quadratischen aufbau zeigt, bleibt das ganze set über abseits der scheinwerfer stehen, verschwindet kurz, nur um mit einem wohl 6 minütigen freestyle wieder aufzutauchen, für den es verdienten szenenapplaus gibt. später hat er recht viel spaß damit, die anderen drei mit papierschnippseln zu bewerfen.

    i think i might booboo on somebody tonight

    die songs funktionieren live großartig. das publikum - die kranenhalle ist mittlerweile ziemlich voll - feiert eher unbekannte album tracks genauso wie alte und neue hits. alle vier sind on point. bis auf high priest, dessen stimme einfach nicht für die bühne gemacht ist, und die zu handhaben den mischer wohl 5 kilo an gewicht und einige monate lebenszeit gekostet hat, klingt das set exzellent. grade die beats vom neuen album kommen satt und ausgewogen in der dankbaren, feiernden menge an. mit den impro-sessions, die die songs unterbrechen, hab ich so meine probleme, oft sind sie einfach nur stinklangweilig und vor allem viel zu lang, aber die halle bleibt voll und freut sich über eine ausgedehnte live show, die durch nahezu den gesamten back-katalog der raplegenden geht. 

    instructions to numb

    mehr bier. mehr sbahn. schlafen. kater. döner. pinakothek. dark time sunshine. über über überfüllter zug und keine chance, ein auge zuzukriegen. mehr dark time sunshine und repeat repeat nach hause. 

     
    1. holly-anne-freeman reblogged this from unteranderem
    2. unteranderem posted this
     
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